relies 

er glaubte

im Schleichen der Nebel habe sich das Weiß aufgeklart in eine sanfte Blässe und schaute in eine Tiefe, die ohne Grund schien, wie ein Dunkles nie zu erreichendes, dass ihn unwillkürlich hinab zog

er saß

auf einem Stumpf zwischen verwesenden Bäumen mit dürren Ästen, die zu ihm herüberstarrten, wie gierige Tentakel

und sah

in diese ungewisse Welt unter ihm aus der Gestalten kamen, die nach ihm griffen, so dass er verschwand und wieder auftauchte, wie eine Fatamorgana im gleißenden Licht, die im Raum zirkuliert, mal hier, mal da

bis er sprang und vergaß

von a-z

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Wo immer du gehst, sehe ich durch dich hindurch, in mich hinein, sehe hinterrücks über deine Schulter wie du den Kopf von meinem Hals trennst. Cut.

Du schneidest mich heraus und transformierst dich NEU!

Doch wohin mit dem stillgelegten Rest? Den Endmoränen einer Landschaft aus Gestrandeten, die im Nebeneinander ihr Miteinander üben wie eine Pflichtübung – frage ich, während ich mich in dich versenke durch Milchglasaugen. So farblos wie dieses Bild von dir, an dem du nagst und ich mich verbeiße. Manchmal so zerissen wie wir.

von a-z

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du,

von dem ich nichts weiß, außer dass du bist und bist und und und bist auf unbestimmte zeit. vielleicht nur noch einen einzigen tag, vielleicht auch ein jahr, vielleicht aber auch länger, wer weiß das schon. vielleicht werden wir uns begegnen, vielleicht aber auch nicht. sicherlich werden wir das. aber wir werden nichts voneinander wissen, außer dass wir sind und sind und und und sind.

und du wirst mich vergessen, so wie ich dich vergessen werde, außer heute an diesem einen, diesen einzigen tag, an dem ich dir schreibe und du von mir liest, einmalig von meiner hand in deine, aus meinem auge in deinen sinn.

von a-z

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auf immer ein wort, ein nie zu begreifendes. auf immer ein lautloses verhallen im übernächsten schritt, der noch vor dir kam, noch vor dir sein sollte. ich habe dich nie gesehen und werde es nicht,wenn ich die farben herausstreiche aus bildern, in denen du warst – bist noch heute anderswo  die welt festhalten, während ich hier sitze und von dir spreche als wärest du da,als wärest du nicht. NICHTS, was hätte sein können. WAS hätte SEIN können. WAS hätte sein können?

versprich mir, dass …

dann werde ich dich bei deinem namen nennen und auf immer das wort SEIN lassen, aber der schnee fällt zu zeiten, die anders sind als jetzt.

von a-z

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